Lesung - Performance - Konzert
Mit Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45
06. November 2026
Kunstquartier/Emil Schumacher Museum - 18.00 Uhr
Museumsplatz 1, Hagen
Im Jahr 1941 errichtete die SS in der böhmischen Stadt Terezin das Lager Theresienstadt. Es diente bis 1945 als Gefängnis für 150.000 Jüdinnen und Juden. Jede/r vierte der in Theresienstadt nhaftierten starb dort. Von den fast 15.000 Kindern, die nach Theresienstadt kamen, überlebten nur 132. Für Unzählige war der Ort ein „Vorhof der Hölle“. Die letzte Station vor dem Weitertransport in Vernichtungslager wie das KZ Auschwitz-Birkenau. Es scheint rückblickend kaum vorstellbar, dass sich in Theresienstadt trotz katastrophaler Lebensbedingungen, ein reges kulturelles Leben ntwickelte. Die kulturellen Aktivitäten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Theresienstadt wurden seitens der nationalsozialistischen Machthaber zunächst geduldet, später auf zynische Weise für Propagandazwecke missbraucht.
Theresienstadt wurde der Weltöffentlichkeit als „Musterlager“ mit vielseitigem Freizeitangebot präsentiert. Im Auftrag der SS entstand der Propagandafilm „Theresienstadt“. Der Film zeigt u.a. die Uraufführung eines Orchesterwerks des hochbegabten tschechischen Komponisten Pavel Haas. Kurz nach Abschluss der Dreharbeiten wurde Pavel Haas wie fast alle Mitwirkenden des Films in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.
Veranstalter: Geschichtsverein Hagen e.V., die Osthaus & van de Velde Gesellschaft Hagen e.V., Lehrgebiet Public History der FernUniversität Hagen, Emil Schumacher Museum, Hagener Heimatbund e.V., GCJZ Hagen u. Umgebung e.V.